Fr

21

Okt

2016

5 Top-Destinationen im Herst in China

                                        

                                     Huangshan Mountain黄山

Huangshan Mountain was listed as one of the World's Natural and Cultural Heritages in 1990. The mountain is best known for its four wonders, namely, oddly-shaped pines, grotesque rock formations, seas of clouds and crystal-clear hot springs.

 

Jinshanling Great Wall

 

金山岭长城

Located in Luanping County, Hebei Province, Jinshanling is the best preserved section of the Great Wall, with many original features. The earliest part of the wall was built in 1368, during the Ming Dynasty. What was once a method of defense has become a world famous paradise for photography enthusiasts, thanks to its magnificent views.

 

                                            Emei Mountain

峨眉山

Mount Emei, located in Emei City in southwest China's Sichuan province, is one of the Four Buddhist Holy Mountains in China. In the peak of golden autumn, the mountain looks just like a fairyland.

 

Baishi Mountain

 

白石山

Baishi Mountain is located in Laiyuan county, north China's Hebei Province. Its main ridge line is over 7,000 meters long and the highest peak is 2,096 meters high. The fogs at high altitudes make the mountain a fairyland on earth.

 

Wuling Mountain

 

雾灵山

Located in Miyun county some 150 kilometers east of Beijing, Wuling Mountain is a national-level forest reserve. What distinguishes the reserve from other similar mountain resorts in suburban Beijing is its many creeks, waterfalls and moisture-rich air.

投诉

Mi

14

Okt

2015

«Es gab Situationen, da fühlten wir uns wie Popstars»

Aldina Camenisch und Mischa Marti verlegten den Familienalltag mit ihren drei kleinen Kindern für 16 Monate in die vibrierende Grossstadt Guangzhou – und nahmen nun einiges vom chinesischen Lebensgefühl mit nach Köniz.

Chinesischer Spirit auf der schweizerischen Wohlstandsinsel. Aldina Camenisch und Mischa Marti mit Lenz, Mira und ??????????Wanja (von links) vor ihrem Haus in Köniz.



http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/es-gab-situationen-da-fuehlten-wir-uns-wie-popstars/story/17441944










Frau Camenisch, Herr Marti, seit einigen Wochen sind Sie zurück aus China. Wie fühlt es sich an?
Mischa Marti: Sehr gut, danke. Doch mir fällt auch in Ihrer Frage der Unterton auf, der uns jetzt oft begegnet: Seid ihr froh, wieder zurück zu sein aus China? Als hätten wir an einem Unort gelebt. Das Gegenteil war der Fall. Es ging uns allen bestens.

China verbinden wir mit Luftverschmutzung, infernalischem Arbeitsrhythmus, staatlicher Überwachung.
Aldina Camenisch: Natürlich gibt es das alles auch. Aber das westliche China-Bild ist schon einseitig. Vieles von dem, was wir erlebten, würde man wohl nicht mit China in Verbindung bringen.

Zum Beispiel?
Camenisch: Wir wohnten in der südchinesischen Stadt Guangzhou, die etwa 20 Millionen Einwohner hat, zwei Zugstunden von Hongkong entfernt ist und zum Pearl-River-Delta gehört, einer der grössten urbanen Landschaften weltweit. Guangzhou ist zwar eine chinesische Boomtown, aber auch geprägt von tropischer Lockerheit und Multikulturalität. Neben Ausländern aus dem Westen hat es bemerkenswerte schwarzafrikanische, indische und arabische Communitys. Eine richtig lässige Stadt.

Und die Luftverschmutzung?
Marti: Die war, etwa im Vergleich zu Peking, ziemlich okay. Wir lebten in einem sehr grünen Quartier, umgeben von einem riesigen Park, vom Balkon unserer Wohnung sahen wir nichts als tropischen Wald und irgendwo auf einem Hügel eine Pagode. Beste Lebensqualität. Bei hohen Schadstoffwerten verbot es die Schule den Kindern, draussen zu spielen. Das kam während unseres Aufenthalts bloss etwa dreimal vor.

Wie muss man sich das Leben in einem chinesischen Quartier vorstellen?
Marti: Unsere Wohnung befand sich in einem Quartier für die obere Mittelschicht, standardmässig abgeriegelt mit einem Zaun. Solche Compounds sind nichts Extravagantes, sondern ziemlich normal, eine Art Übertragung des dörflichen Nachbarschaftsgefühls in die Grossstadt. Für uns gewöhnungsbedürftig waren die immer sehr freundlichen Sicherheitsleute, die herumstanden, wohin man kam. Allerdings war unser Sicherheitsgefühl auch ohne sie überall in China noch grösser als in Bern.

Wie prägt der Wirtschaftsboom den Alltag?
Camenisch: Auf den ersten Blick fallen die enorm vielen teuren Autos auf, mit denen die Leute herumfahren. Krasser als in der Schweiz. Und dann das Tempo des Lebens und die Geschäftigkeit! Auf dem Schulweg unserer Kinder wurde eine neue Hochhaussiedlung gebaut. Als wir ankamen, sah man noch nichts davon, nach 16 Monaten war sie praktisch fertig. Die Dynamik, der ständige Wandel, die Lebendigkeit, die Masse, ist schon sehr beeindruckend und mitreissend.

Besonders im Vergleich zur Schweiz.
Camenisch: Wir reden ja von Dichtestress in der Schweiz. Aber seit wir aus China zurück sind, ist für mich das Auffallendste, wie wenig Leute bei uns vielerorts unterwegs sind. Jetzt freut es mich manchmal richtiggehend, wenn ich zu Stosszeiten im ÖV oder im Berner Bahnhof in den Menschenfluss eintauchen kann.

Geht es den Chinesen wirklich nur ums Arbeiten im Leben?
Marti: Einerseits sind Chinesen weder fauler noch fleissiger als wir – aber sie können im aktuellen Wirtschaftsumfeld mehr erreichen als wir bei uns, wenn sie sich voll ins Zeug legen. Dieses Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten haben wir sehr oft angetroffen. Anderseits ist der Sozialstaat weniger ausgebaut, und die Menschen sind stärker auf sich gestellt, was den Leistungsdruck, aber wohl auch die Leistungsbereitschaft erhöht.

Auch Chinesen brauchen mal Pausen.
Marti: Sicher. Grundsätzlich haben meine chinesischen Arbeitskollegen die gleichen Sorgen beschäftigt wie mich. Sie haben überhaupt nicht nur die Arbeit im Kopf. An der Privatschule, an der ich unterrichtete, hätten die chinesischen Lehrerinnen und Lehrer gerne an eine staatliche Schule gewechselt, weil sie dort bereits mit 50 Jahren in die Frühpension könnten.

Ziemlich bequem.
Marti: Mich beeindruckte aber auch, wie schnell sich Chinesen begeistern lassen von Ideen, die im Team eingebracht werden. Man kramt nicht als Erstes Bedenken hervor. Und dann der chinesische Pragmatismus: Wenn es ein Problem gibt, wird eine Lösung gesucht. Ziemlich cool.

Camenisch: Viele Chinesen, die Wohlstand angehäuft haben, setzen sich jetzt als Frührentner zur Ruhe. In einfachen Dienstleistungsberufen scheinen Angestellte oft lange Präsenzzeiten zu haben, dafür sieht man sie während der Arbeit eher mal ausspannen, wenn gerade nichts läuft. Vieles geht rascher, unkomplizierter ab. Es ist nicht so, dass man als Jungunternehmer zwei Jahre an einem Businessplan tüftelt und ein Jahr Geld sucht. Wie ich von Schweizer Jungunternehmern in China gehört habe, kann man viel schneller etwas auf die Beine stellen – erfährt aber ebenso schnell, ob es funktioniert oder nicht.

Nun stottert aber der chinesische Wirtschaftsmotor.
Marti: Uns können es die Chinesen nicht recht machen. Wenn ihre Wirtschaft brummt, empfinden wir sie als Bedrohung. Schwächelt Chinas Wirtschaft, zittern wir alle. Was mir auffiel: Viele Chinesen sind stolz darauf, was sie wirtschaftlich vollbracht haben. Gleichzeitig ist die dunkle Epoche der Kulturrevolution in den persönlichen Erinnerungen präsent. Das Bewusstsein ist deshalb da, dass es wirtschaftlich und politisch auch sehr schnell wieder schlechter gehen könnte.

Sie konnten problemlos über die Kulturrevolution reden?
Marti: Ich hatte in privaten Gesprächen nie das Gefühl, jemand würde aus Angst vor Überwachung nicht seine Meinung sagen. Überhaupt war es so, dass Chinesen sich im Alltag recht locker über viele Konventionen und Verbote hinwegsetzen. Natürlich, man weiss, das Internet wird kontrolliert. Doch gibt es einfache technische Wege, die Zensur zu umgehen.

Gefiel es Ihren Kindern in der Privatschule, die sie besuchten?
Marti: Ja, sehr.

Obwohl viel gnadenloser gepaukt wird als bei uns?
Camenisch: Im Vergleich zu unserer Wohlstandsinsel geht es in China viel kompetitiver zu und her. Was wir bei den Familien gesehen haben, die wir etwas näher kennen gelernt haben: Chinesische Kinder machen viele Hausaufgaben, sie lernen auch spätabends noch und am Wochenende.

Weil allen klar ist, wie gross die Konkurrenz ist.
Camenisch: Genau, vor allem, wenn es um die Plätze an der Universität geht. Eine erfolgversprechende Ausbildung erhält man nur an der Uni, die Berufsbildung steht erst am Anfang. Das heisst aber nicht, dass die Kinder in ihrer knappen Freizeit nicht fröhlich draussen am Spielen wären.

Marti: Zwei, drei Schülerinnen meiner Klasse hatten nach der Schule zu Hause einen Privatlehrer, sie spielten Geige und machten Sport. Zeit für freies Spielen bleibt wohl kaum. Für uns ein No-Go. Aber auf mich machten sie nie den Eindruck, dass sie geknechtet würden, im Gegenteil, sie waren reif, gewitzt, zufrieden.

Welchen Stellenwert hat der Westen bei Chinesen?
Camenisch: Viele Chinesen sind sehr gut über die westliche Geschichte und Kultur im Bild, und auch über die Schweiz – im Gegensatz zu uns, die wir oft wenig über China wissen. Vor allem bei jungen Chinesinnen und Chinesen ist das Westliche extrem angesagt. In chinesischen Ferienorten trafen wir etwa westlich gestylte Bars und Coffeeshops an. Und die Konsumorientierung ist schon frappant, etwa in den riesigen Shoppingmalls, in denen viele Leute ganze Wochenenden verbringen. Aber mehr und mehr Chinesen kritisieren die Überhöhung des Westens und fordern eine Rückbesinnung auf chinesische Werte und Traditionen.

Wie begegnete man in China Ihnen persönlich?
Marti: Ich würde von positivem Rassismus sprechen. Wir genossen häufig eine Vorzugsbehandlung. Es gab Situationen, da fühlten wir uns wie Popstars, weil wir dauernd fotografiert wurden – vor allem unsere Kinder mit für asiatische Massstäbe grossen Augen. Täglich, auf der Strasse, in der U-Bahn, überall schossen die Leute Bilder von ihnen. In der Stadt ging es noch, aber auf dem Land war es teilweise fast surreal. Zum Glück haben sich unsere Kinder zu Hause schnell wieder ans normale Aufmerksamkeitsniveau gewöhnt.

Camenisch: Wenn ich heute Asiaten sehe, die in der Schweiz leben, denke ich oft daran, mit welcher Gastfreundschaft man uns in China begegnete. Von dieser Willkommenskultur sind wir hier sehr weit entfernt. Allerdings bleibt man in China auch für immer ein Gast. Konzepte wie Integration existieren nicht. Wirklich zur Chinesin werden, das kann man wohl nicht.

Sa

13

Jun

2015

Frühstück in Yangzhou

Fuchun Tea House in Yangzhou - 太好吃了!

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Fr

08

Mai

2015

Das Essen in China

Peking-Ente

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Mo

16

Mär

2015

Vorträge über China

Morgens um 18:30 Uhr beginnen wieder die CIUB-Vorträge zu verschiedenen Aspekten Chinas. Den Anfang macht Herr Dr. Renfer mit chinesischer Architektur. Herr Renfer war Denkmalpfleger des Kantons Zürich und steht schon lange in einem intensiven Austausch mit chinesischen Universitäten zum Thema Denkmalschutz. Er kennt sich deshalb bestens mit der Situation chinesischer Kulturgüter im heutigen China aus und wir sind gespannt darauf, mehr von seinen reichen Erfahrungen hören zu können.

 

Mehr Informationen zum Vortrag finden Sie unter:

http://www.ciub.ch/de/event/zurschaustellungdergeschichtediepraesentationdesbaulichenundarchaeologischenerbesinch/

Do

18

Dez

2014

Weihnachtsgeschenk aus China

Hochwertige Seidenschals und Seidentücher aus China als wertvolles Weihnachtsgeschenk

Die chinesische Seide hat sehr lange Geschichte und ist ganz bekannt auf der Welt. Der Online-Shop DongDong Silk bietet qualitativ hochwertige chinesische Seidentücher und Seidenschals für Damen und Herren in einer Vielzahl von Variationen und Farbstilen an. DongDong Silk verwendet ausschließlich beste Qualitäten von ausgesuchten Lieferanten und Herstellern aus China und garantiert, dass alle Seidenschals und Seidentücher aus 100% Seide bestehen. Unter www.dongdong.ch finden Sie ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk für Ihre Eltern, Ihren Partner oder Ihre Partnerin und Ihre Freunde.

 

Fr

26

Sep

2014

Alibaba handelt sich um den weltweit grössten Börsengang

http://www.nzz.ch/finanzen/alibaba-verkauft-weitere-aktien-1.18388387


Der chinesische Online-Händler Alibaba hat nach seinem Börsengang wie erwartet weitere Aktien an Investoren verkauft. Die Banken, die den Börsengang begleiteten, übten eine Option aus, weitere 48 Millionen Aktien auf den Markt zu bringen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. So hätten Alibaba selbst und der Aktionär Yahoo zusätzlich 1,8 Mrd. $ beziehungsweise 1,2 Mrd. $ eingenommen, hiess es. Alibaba lehnte einen Kommentar ab.


Mit dem Verkauf weiterer Aktien erhöhte sich das Gesamtvolumen auf 25 Mrd. $. Es handelt sich um den weltweit grössten Börsengang. Bisheriger Rekordhalter war die Agricultural Bank of China, die im Jahr 2010 auf 22,1 Mrd. $ kam.


Das Unternehmen, das vor 15 Jahren vom Englischlehrer Jack Ma gegründet wurde, ging am Freitag an die Börse und feierte seinen Einstand mit einem Kurssprung um 36%. Rund 80% der Online-Umsätze in China gehen auf das Konto von Alibaba.

Mo

28

Apr

2014

Interessante Bilder von Shanghai

Memories of Shanghai

Eine aussergewöhnliche Langzeitdokumentation

 

Xu Xixian, geboren 1942 in Shanghai, arbeitete bis 2009 als Reisverkäufer und begann in den 1960er Jahren in seiner Freizeit zu fotografieren. Seine Kamera richtete er sowohl auf das Zentrum Shanghais, wie auch auf die umliegenden Dörfer, die nach und nach den neuen Siedlungen der expandierenden Grossstadt weichen mussten. Sein Archiv umfasst heute rund 40’000 Schwarz-Weiss-Negative, wovon ca. 9’000 von ihm selbst vergrössert und in Ordnern abgelegt vorliegen. Am 11. November 2009 hat er seine letzte Filmrolle mit der Nr. 1623 belichtet.

 

In seiner Fotografie hält Xu Xixian die rasante Veränderung der Metropole fest und hat damit eine einzigartige Stadtdokumentation geschaffen. Seine Bilder ergänzen das durch die Medien vermittelte Bild von Shanghai als kanonisierter Architekturprospekt des 21.Jahrhunderts um eine differenzierte, aber auch alltägliche Sicht der Stadt. Die Ausstellung beschäftigt sich am Beispiel von Shanghai darüber hinaus mit der jüngsten Geschichte Chinas. Für die Ausstellung im Museum im Bellpark hat der Fotograf in der einfachen Dunkelkammer seiner Wohnung nochmals rund 250 Bilder - möglicherweise ein letztes Mal - selber abgezogen.

 

Das Fotoarchiv von Herrn Xu wird erstmals in diesem Umfang vorgestellt. Die Ausstellung

für das Museum im Bellpark ist also eine Premiere und ermöglicht einen repräsentativen Einblick in den Bestand. Die Ausstellung wird kuratiert von Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark, und Jürgen Krusche, Künstler und Kulturwissenschaftler, Zürich. Xu Xixian wird im Rahmen der Ausstellung in einem filmischen Porträt des Filmemachers Yunlong Song,

Zürich/Shanghai, vorgestellt. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Videoinstallation

«Some Streets in Shanghai» von Jürgen Krusche, die den Alltag des heutigen Shanghai ins Zentrum rückt.

Do

17

Apr

2014

桂林山水甲天下

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Mo

17

Mär

2014

Wo ist es?

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Mo

10

Mär

2014

Vergleich - Shanghai 1990 und 2012

Vergleich - Shanghai 1990 und 2012
Vergleich - Shanghai 1990 und 2012

Fr

20

Dez

2013

Weihnachten in China

Auch in China feiert man mittlerweile Weihnachten, doch die christlichen Traditionen haben sich bisher nicht durchgesetzt.

Mi

16

Okt

2013

Nationalfeiertage 2013

Ganz China war dieses Jahr in der „Goldenen Woche“ zum Nationalfeiertag unterwegs. Für die Zeit der Ferien wurden die Autobahngebühren ausgesetzt. Auf den Straßen entstanden kilometerlange Staus.  

Das chinesische Fernsehen zeigte Bilder von Reisenden, die am Rand der Autobahn Ball spielten und sich anderweitig vergnügten, um stundenlange Wartezeit im Stau zu vertreiben.

Mo

12

Aug

2013

Chinatown Zürich

Chinesen lieben Zürich. Und Zürcher Hoteliers lieben die Chinesen. Die vielen neuen Gäste aus Fernost stimmen die Tourismusbranche optimistisch.

 

Beim Fraumünster steigt eine Reisegruppe aus einem Kleinbus, am Central studiert ein Paar den Stadtplan, und im Rheinfelder bestellt eine Familie das berühmte Cordon bleu. Alles Touristen, alle aus China. Was die Branche in Zahlen ausdrückt, bestätigt ein Besuch im Zürcher Niederdorf: 20 Prozent mehr Gäste aus der Volksrepublik China als noch im Vorjahr machen hier Ferien. Voller Euphorie twitterte Jürg Schmid, der Direktor von Schweiz Tourismus: «Der Turnaround scheint geschafft.»

 

Die Urlauber aus Fernost sollens also richten. Das erfordert Anpassungen der Gastgeber. «Chinesen zu Gast in der Schweiz» heisst eine Broschüre von Hotellerie Suisse, eine Art Knigge für den Umgang mit asiatischen Touristen. Im Vorwort steht: «Die reisefreudige chinesische Mittelklasse wächst, staatliche Beschränkungen werden weiter gelockert.» Um davon profitieren zu können, gelte es, ein paar Regeln einzuhalten.

 

Darunter selbstverständliche: «Behandeln Sie Ihre chinesischen Gäste mit Respekt.» Aber auch exotisch anmutende: «Geben Sie Ihren chinesischen Gästen kein Zimmer im 4. Stock, denn diese Zahl wird mit Unglück oder gar Tod in Verbindung gebracht.» Und ein paar skurrile: «Hissen Sie die richtige Fahne der Volksrepublik China!» Gemäss Zürich Tourismus stellen immer mehr Zürcher Institutionen Angebote für Chinesen zur Verfügung. Zum Beispiel das Landesmuseum mit seinem chinesischen iPad-Führer. Chinesisch sprechende Réceptionisten seien ebenfalls keine Seltenheit mehr.

 

Nudeln zum Frühstück

 

Auch an Hotelfachschulen wird gelehrt, wie Asiaten ticken. Das Institut im Belvoirpark etwa bietet zusammen mit dem Museum Rietberg Seminare an, in denen Studenten die chinesische oder indische Mentalität, Essgewohnheiten und Verhaltensweisen kennen lernen. «Es gehört zur Ausbildung angehender Hoteliers, sich mit den verschiedensten Kulturen auseinanderzusetzen», sagt Schuldirektor Paul Nussbaumer. Geübt wird vor Ort, etwa im Restaurant Suan Long in der Enge, mit einem chinesischen Probanden. Lektion 1: Nicht direkt in die Augen des Gegenübers schauen. Dies gilt in China als offensiv. Lektion 2: Auf das Frühstücksbuffet gehören Nudeln und eine Kanne heisses Wasser.

 

Die Eigenheiten internationaler Klientel sind auch Unterrichtsstoff an der Barfachschule Zürich. «Asiaten sind ziemlich tricky», sagt Geschäftsführer Alex Armbrüster. Nicht bezüglich Angebot – hier würden Chinesen «klare Sachen», bevorzugen, Schnäpse, wie sie sie aus der Heimat kennen. Wenn Cocktails, dann mit Ginseng oder Ingwer. Eine Herausforderung ans Barpersonal stelle mehr das Trinkverhalten dar. So darf ein Glas nie leer sein, das ist unhöflich. «Bei uns schenkt man dezenter nach», sagt Armbrüster. Gar als grobe Beleidigung würden es Chinesen empfinden, wenn der Barkeeper einen spendierten Drink ausschlage. «Wir empfehlen deshalb, stets eine gute Ausrede parat zu haben. Medikamente, die man nehmen müsse, zum Beispiel.»

 

Der Gastroprofi ist jedoch entschieden dagegen, dass sich ein Gastgeber komplett den Gepflogenheiten seiner Gäste anpasse: «Ein Land verkauft sich, wenn es nur auf die Zielgruppe hinarbeitet.» Das indische Restaurant auf dem Jungfraujoch hält Armbrüster deshalb für grenzwertig.

 

Sorge um den guten Ruf

 

Als ebenso grenzwertig wird oft das Benehmen chinesischer Touristen eingestuft. Auch von den Chinesen selber. Das hat die Kommunistische Partei dazu bewogen, im Mai dieses Jahres ein Schreiben zu publizieren, das Touristen an die «Regeln zivilisierten Benehmens» erinnern soll. Ein paar Tage zuvor sorgte in China die Geschichte eines 13-jährigen Jungen für Empörung, der seinen Namen auf einen Tempel im ägyptischen Luxor geschrieben hatte. Die Regierung bittet ihre Landsleute, auf lautes Sprechen in der Öffentlichkeit zu verzichten. Ebenfalls zu unterlassen sei das Jagen, Verletzen oder Füttern von wilden Tieren.

 

Die «South China Morning Post» ging darauf der Frage nach, weshalb chinesische Touristen so grob («rude») seien. Und kommt zum Schluss: Die Bildung macht den Unterschied. Wer weder Sprache noch Gepflogenheiten eines Landes kenne, gerate schneller in Gefahr, in Fettnäpfchen zu treten.

So

28

Jul

2013

Offizieller Besuch von Bundespräsident Ueli Maurer in China

Bundespräsident Ueli Maurer hat am Samstag an der internationalen Umweltkonferenz «Eco-Forum Global 2013» in China für eine nachhaltige Entwicklung geworben. Er sprach am vierten Tag seiner China-Reise zur Eröffnung des Forums in Guiyang in der Provinz Guizhou. Maurer begrüsste das Publikum mit einem "nihao"...

Mo

22

Jul

2013

China und Schweiz unterzeichnen Freihandelsabkommen

Peking (AFP) China hat erstmals ein Handelsabkommen mit einem Land Kontinentaleuropas geschlossen. Der Wirtschaftsminister der Schweiz, Johann Schneider-Ammann, und der chinesische Handelsminister Gao Hucheng unterzeichneten den Vertrag am Samstag bei einer feierlichen Zeremonie in Peking. Mit dem Abkommen wollen beide Länder ihren bilateralen Handel weiter ankurbeln, der sich 2012 auf gut 20,4 Milliarden Euro belief.

Mi

05

Jun

2013

Touristen aus China

Der chinesische Markt gewinnt für den Zürcher Tourismus laufend an Bedeutung.

 

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/chinesische-touristen-in-zuerich-1.18093598

Mo

27

Mai

2013

Besuch Li Keqiangs

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bilateraler-dialog-mit-der-finanzbranche-1.18086595

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So

24

Feb

2013

Laternenfest

Am 24. Februar 2013 endet das chinesische Neujahrsfeiern mit dem Laternenfest -Yuanxiaojie, 元宵节.

Aktuell

Neue Anfängerkurse

Zürich ab 15.1.2018

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